Meeresschule-Pula

Die Meeresschule mit Sitz in Pula/Kroatien ist eine meeresbiologische Bildungseinrichtung, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 durch kontinuierliche Steigerung sowohl fachlicher, als auch räumlicher Kapazitäten, zu einem im europäischen Raum anerkannten Zentrum für Meereswissenschaften entwickelt hat.
Meeresschule HD-Video
Begeisterung für die Natur ist die Basis für deren Schutz und Pflege. Niemand will etwas schützen, was er nicht kennt und liebt. Aus diesem Grund haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Begeisterung für die Natur an Andere weiter zu geben. Durch unsere Biologiekurse versuchen wir ein Bewusstsein für die Schönheit und den großen ökologischen Wert des Meeres und unserer Umwelt im Allgemeinen entstehen zu lassen.
Wir sind ein Team aus fertig ausgebildeten BiologInnen und StudentInnen mit breitem Fachwissen, das sich schon viele Jahre mit der Unterwasserwelt beschäftigt und große Freude daran hat, KursteilnehmerInnen bei einem interessanten und spannenden Einstieg in die Meeresbiologie zu begleiten. Dabei vermitteln wir nicht nur theoretische Kenntnisse über meeresökologische Zusammenhänge und die Biologie der Lebewesen, sondern legen auch großen Wert auf die Schulung praktischer Fertigkeiten, die es unseren Gästen ermöglicht, sich sicher und entspannt im Lebensraum Meer zu bewegen und so eigene Erfahrungen im Umgang mit Lebewesen und deren Umwelt zu sammeln. Das verleiht unserem Programm seine besondere Qualität.
 
Die optimale Lage unseres meeresbiologischen Zentrums in einer wellengeschützten Bucht mit direktem Zugang zu naturnaher Küstenlandschaft und Meereslebensräumen, dazu die Vielfalt an logistischen Möglichkeiten (Life-Video-Projektion, Bootsfahrten, Mikroskopieren, Aquarientechnik etc.) gestatten es uns, ästhetische und fachbezogene Aspekte wunderbar zu vereinen und auf eine mittlerweile 17-jährige Erfolgsgeschichte zurückzugreifen. 

   

Kursräume:

Die Kursräume der Meeresschule sind in einem modern eingerichteten ca. 500m2 großen Komplex direkt am Meer gelegen. Zwei Laborräume mit jeweils 15-20 Laborplätzen, Aquarien und ein Auditorium mit 60 Sitzplätzen stehen für die Kurse zur Verfügung. Alle Kursräume sind mit fix installierten LCD-Projektoren (2 davon mit Full-HD-Auflösung) bestückt. Live-Videoprojektion von den gesammelten Meerestieren und Pflanzen sind in einer bestechenden Bildqualität möglich. Mikroskope und Stereolupen stehen in genügender Anzahl zur Verfügung. Weitere Lagerräume, Büros, Toiletten und Duschen sind ausschließlich für die Kurse konzipiert und ermöglichen deshalb einen angenehmen, reibungslosen Programmablauf, selbst bei ungünstigem Wetter.

>>> FOTOS DER KURSRÄUME


Boote:

Die vier Boote der Meeresschule fassen jeweils 12 Personen und ermöglichen das Erreichen nahegelegener Küstenabschnitte und Inseln in maximal 10-20 minütiger Fahrt. Ein 9-sitziger Meeresschule-Shuttlebus wird fallweise ebenfalls eingesetzt. Mit dem Ausflugsschiff Korkyra (max 55 Personen) kann an einem Tagesprojekt optional das Landschaftsschutzgebiet am Kap Kamenjak (mit großer Meeresgrotte) oder die Insel Jerolim im Nationalpark Brioni erreicht werden.

>>> FOTOS DER BOOTE

KARTE ZUR NÄHEREN UMGEBUNG UM DIE MEERESSCHULE
picture KARTE ZUR NÄHEREN UMGEBUNG UM DIE MEERESSCHULE

Bus: Reisebus inkl. Benützung vor Ort wird gerne vom Reiseveranstalter organisiert 

Bahn: Gute Verbindungen gibt es bis Rijeka oder Ljubljana. Der Bustransfer nach Pula wird gerne vom Reiseveranstalter organisiert

Flugzeug: Flughafen Pula; Transport vom Flughafen bis zur Unterkunft wird gerne organisiert
 

 

>> Anfahrtsplan zu Meeresschule
>> Anfahrtsplan zur Jugendherberge
>> Anfahrtsplan zum Hotel Pula
>> Anfahrtsplan für Tagesgruppen an der Meeresschule

STANDORT DER MEERESSCHULE:


Standort Meeresschule auf einer größeren Karte anzeigen

 

Einschnorcheln

Entspanntes und sicheres Bewegen im Wasser sind die Grundlage für unsere Biologiekurse. Erst nach der Beseitigung sowohl technischer Schwierigkeiten, als auch persönlicher Bedenken, die das Schnorcheln in einem unbekannten Gewässer betreffen, kann man sich in vollen Zügen der Unterwasserwelt widmen. Wir ermöglichen unseren Gästen durch ein gemeinsames Training mit einfachen Übungen das schnelle Erlernen, beziehungsweise Festigen, der Schnorcheltechnik.

Tiere der Umgebung

Im Rahmen dieses ersten Bioprojekts einer Schülerprojektwoche, sollen den KursteilnehmerInnen charakteristische Organismen küstennaher Lebensräume vorgestellt werden. Dabei spezialisiert man sich auf größtenteils bodenbewohnende Tiergruppen wie Stachelhäuter und Krebse, aus welchen die Schüler ausgesuchte Exemplare eigenhändig sammeln. Der Schwerpunkt ist bei der selbständigen Ausarbeitung und anschließender Präsentation eines Organismus durch die TeilnehmerInnen gesetzt.

Plankton

Als Plankton bezeichnet man Organismen aus allen Reichen des Lebens, die passiv in Bewegungsrichtung des Wasserkörpers verfrachtet werden. Zuordnungen zu funktionellen Gruppen (beispielsweise nach Größe, Lebenszyklus, Ernährungsweise, oder Aufenthaltsort in der Wassersäule) sind die Regel. Die SchülerInnen bekommen einen Einblick in die Vielgestaltigkeit, Vielfalt der Arten und deren Anpassungen an einen ständig sich verändernden Lebensraum. Nach dem einführenden Theorievortrag wird gemeinsam mit den SchülerInnen schwimmend ein Hol durchgeführt, um die Organismen anschließend im Übungsraum untersuchen zu können. Typische Vertreter werden genauer besprochen und mittels Stereolupen bzw. Videoprojektion beobachtet. Ein Organismenkatalog dient als Bestimmungshilfe, um eine Zuordnung zu Großgruppen zu ermöglichen. Das Ergebnis des Projekts liegt schließlich in Form einer Liste der identifizierten Arten und zeichnerischer Dokumentation vor.

Seegraswiese

Seegraswiesen sind wichtige Lebensräume für viele unterschiedliche Organsimen. Sie bieten Nahrung und Versteckmöglichkeiten, insbesondere für kleine Formen und Jungtiere. Während des Theorieteils des Kursprogramms wird sowohl die ökologische Bedeutung und Gefährdung des Lebensraumes behandelt, als auch auf die beherbergte Arten- und Formenvielfalt eingegangen. Der Freilandteil steht im Zeichen der Probennahme, welche händisch oder mittels Schleppnetz erfolgt. Gefangene Organismen können im Anschluss mithilfe entsprechender Vergrößerungs- bzw. Projektionsapparaturen im Labor betrachtet werden. Bei der Aufarbeitung des Materials entstehen neben einer Artenliste auch Handzeichnungen der TeilnehmerInnen.

Meereshöhle

Im Meer findet man kaum Tiere oder Pflanzen, die ausschließlich in Höhlen vorkommen, da durch das Wasser alle Lebensräume miteinander in Verbindung und regem Austausch stehen. Larven verschiedener Organismen, Nährstoffe und Sedimente, werden in Meereshöhlen an- und abtransportiert. Die Ursachen für Artenzusammensetzung, Häufigkeit und Verteilung der Organismen sollen den SchülerInnen, im Zuge einer theoretischen Einführung mit anschließender Schnorchel-Exkursion zu einer mit dem Boot erreichbaren Meeresgrotte, gezeigt und erklärt werden.

Lebensformtypen – sessile Organismen

Tiere, die sich durch starke oder sogar komplette Ortsgebundenheit auszeichnen, haben eine bestimmte Form des Nahrungserwerbs gemein – die Filtration des sie umgebenden Wasserkörpers. Der einführende Theorieteil behandelt ausgesuchte Tiergruppen und deren diverse Strategien zur Fixierung am Untergrund und zum Einfangen und Konzentrieren von Nahrungspartikeln. Anschließend bietet eine Schnorchel-Exkursion die Möglichkeit, diese Tiere im Freiland zu beobachten.

Felsküste

Küsten stellen das Bindeglied zwischen aquatischem und terrestrischem Lebensraum dar. Interessanterweise werden weiteste Flächen felsdominierter Küsten von Meerestieren besiedelt, so dass man eigentlich von ihnen als einem Lebensraum des Meeres sprechen kann. Welche Faktoren für ein typisches Zonierungsmuster der auftretenden Organismen verantwortlich sind wird mit den TeilnehmerInnen zunächst in der Theorie besprochen, bevor im Freilandteil durch konkrete Vermessungs- und Protokollierungsaufträge ein verständliches Bild dieses Lebensraums erzeugt wird.

Fische

Zu unseren ständigen Begleitern im Wasser zählen zahlreiche Fische aus unterschiedlichsten Familien. Dieser Programpunkt soll einen Überblick über die häufigsten in Küstennähe anzutreffenden Fischfamilien bieten, indem diese mithilfe von Bildmaterial vorgestellt und anschließend im Wasser gemeinsam identifiziert werden. Nach dem allgemeinen Lebensraum-Schnorcheln, sind die SchülerInnen angehalten selbständig das Verhalten und Aussehen der Tiere zu beobachten, zu dokumentieren und letztendlich eine Abschlussbesprechung zu gestalten. Am Ende des Freilandteils kann man sich nach Absprache mit dem Personal und unter dessen Aufsicht gerne einmal als „Fische-Fänger“ versuchen…

 

NEU IM PROGRAMM:

Nutzung & Verschmutzung

Wir nehmen Bezug auf aktuelle Problematiken die durch menschliche Einflüsse im Ökosystem Meer auftreten können. Schwerpunkte sind dabei MüllFischerei & Aquakultur, Störung von NahrungsnetzenVerlust von Lebensräumen und der Klimawandel. Damit diese Problemkreise nicht nur theoretisch behandelt werden sondern deren Auswirkungen beim Studium der lebenden Systeme des Meeres erkannt werden, binden wir diese Themen jeweils in ein Biologieprojekt ein bei dem die Schülerinnen und Schüler auch gleichzeitig Einblicke in ein bestimmtes Ökosystem oder bestimmte Organismengemeinschaften bekommen. In diesem Sinne verbinden wir zum Beispiel gerne die Themen "Fischerei & Aquakultur" mit dem Projekt "Fische des Meeres", "Müll & Mikroplastik" bzw. "Nahrungsnetze" mit dem Projekt "Plankton" und "Verlust von Lebensräumen" bzw. "Klimawandel" mit dem Projekt "Seegraswiesen". Darüber hinaus bemühen wir uns auch in anderen Projekten immer wieder auch auf die Stellung des Menschen einzugehen, da es heute global betrachtet praktisch keine Ökosysteme mehr gibt, die nicht unter dem Einfluß von Homo sapiens stehen.

   
KARTE ZU UNSEREN AUSFLUGSZIELEN
 

FOTOS ZU DEN AUSFLUGSZIELEN